Die Shakshuka mit Feta erobert die deutschen Frühstückstische im Sturm. Dieses traditionelle israelische Pfannengericht vereint pochierte Eier in einer würzigen Tomatensauce mit cremigem Feta-Käse zu einem wahren Geschmackserlebnis. Ursprünglich aus Nordafrika stammend, hat sich die Shakshuka längst zu einem festen Bestandteil der israelischen Küche entwickelt und begeistert nun auch hierzulande immer mehr Genießer.
Was dieses Gericht so besonders macht, ist seine perfekte Balance aus herzhaften Aromen und die unkomplizierte Zubereitung in nur einer Pfanne. Die Kombination aus süßen Tomaten, aromatischen Gewürzen wie Kreuzkümmel und Paprika sowie dem salzigen Feta-Käse schafft eine Geschmacksexplosion, die jeden Sonntagmorgen zu etwas Besonderem werden lässt. Dabei ist die Shakshuka nicht nur unglaublich lecker, sondern auch nahrhaft und sättigend – ideal für einen gemütlichen Brunch mit Familie oder Freunden.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung der Gewürzmischung
Bereitet zunächst eure Gewürze vor, damit ihr während des Kochens alles griffbereit habt. Mischt in einer kleinen Schüssel den gemahlenen Kreuzkümmel, das edelsüße Paprikapulver, das geräucherte Paprikapulver und das Knoblauchpulver zusammen. Diese Gewürzmischung verleiht eurer Shakshuka später ihre charakteristische Würze und das herrliche Aroma, das typisch für dieses Gericht ist.
2. Erhitzen der Pfanne
Nehmt eine große gusseiserne Pfanne oder eine beschichtete Pfanne mit hohem Rand und erhitzt darin das Olivenöl bei mittlerer Hitze. Die Pfanne sollte groß genug sein, um später alle acht Eier aufnehmen zu können. Lasst das Öl etwa eine Minute warm werden, bis es leicht zu schimmern beginnt, aber achtet darauf, dass es nicht zu rauchen anfängt.
3. Anbraten der Gewürze
Gebt nun eure vorbereitete Gewürzmischung in das warme Öl und rührt sie etwa 30 Sekunden lang um. Dieser Schritt nennt sich Tempern und bedeutet, dass die Gewürze in Fett erhitzt werden, um ihre ätherischen Öle freizusetzen. Ihr werdet merken, wie ein wunderbarer Duft aufsteigt – das zeigt euch, dass die Gewürze ihre Aromen entfalten.
4. Zugabe von Tomatenmark und Harissa
Fügt jetzt das Tomatenmark und die Harissa-Paste hinzu. Harissa ist eine nordafrikanische Gewürzpaste aus Chilis, Knoblauch und verschiedenen Gewürzen, die der Shakshuka ihre angenehme Schärfe verleiht. Rührt beides etwa eine Minute lang in die Gewürzmischung ein, damit sich alles gut verbindet und das Tomatenmark leicht karamellisiert.
5. Zubereitung der Tomatensauce
Gießt nun die gehackten Tomaten aus der Dose in die Pfanne und rührt alles gut durch. Fügt den Teelöffel Zucker hinzu, der die natürliche Säure der Tomaten ausgleicht und für eine harmonische Geschmacksnote sorgt. Würzt die Sauce mit Salz und schwarzem Pfeffer nach eurem Geschmack. Lasst die Tomatensauce bei mittlerer Hitze etwa 10 bis 12 Minuten köcheln, bis sie etwas eingedickt ist und eine sämige Konsistenz erreicht hat.
6. Einarbeiten des Feta-Käses
Während die Sauce köchelt, zerbröckelt den Feta-Käse mit den Händen oder einer Gabel in mittelgroße Stücke. Reserviert etwa ein Drittel des Fetas für die spätere Dekoration und gebt den Rest in die Tomatensauce. Rührt vorsichtig um, sodass sich der Feta teilweise in der Sauce verteilt, aber noch einige größere Stücke erhalten bleiben. Der Feta verleiht der Sauce eine wunderbare cremige Textur und einen salzigen Kontrast.
7. Pochieren der Eier
Jetzt kommt der spannendste Teil: Mit einem Esslöffel formt ihr acht kleine Mulden in der Tomatensauce. Diese Vertiefungen sollten gleichmäßig in der Pfanne verteilt sein. Schlagt vorsichtig je ein Ei in jede Mulde. Achtet darauf, dass das Eigelb dabei nicht zerbricht. Das Pochieren bedeutet, dass die Eier sanft in der heißen Sauce garen, ohne dass sie angebraten werden.
8. Garen der Eier
Reduziert die Hitze auf mittlere bis niedrige Stufe und deckt die Pfanne mit einem Deckel ab. Lasst die Eier etwa 8 bis 10 Minuten garen, je nachdem, wie ihr sie mögt. Nach 8 Minuten ist das Eiweiß fest, aber das Eigelb noch schön flüssig – perfekt für eine authentische Shakshuka. Wenn ihr die Eier lieber durchgegart mögt, lasst sie einfach 2 bis 3 Minuten länger in der Pfanne.
9. Finishing und Servieren
Nehmt die Pfanne vom Herd und bestreut die Shakshuka großzügig mit dem restlichen zerbröckelten Feta und der getrockneten Petersilie. Die frischen Kräuter geben dem Gericht nicht nur eine schöne grüne Farbe, sondern auch eine frische Note. Serviert die Shakshuka direkt aus der Pfanne, solange sie noch dampfend heiß ist. Dazu passt hervorragend frisches Brot, Pita oder Fladenbrot zum Dippen.
Tipp vom Chefkoch
Wenn ihr keine Harissa-Paste zur Hand habt, könnt ihr sie durch eine Mischung aus Chiliflocken und etwas Tomatenmark ersetzen. Für eine mildere Variante lasst die Harissa einfach ganz weg oder reduziert die Menge. Die Shakshuka lässt sich wunderbar vorbereiten: Kocht die Tomatensauce am Vorabend vor und bewahrt sie im Kühlschrank auf. Am nächsten Morgen müsst ihr die Sauce nur noch erwärmen und die Eier darin pochieren – so habt ihr in wenigen Minuten ein beeindruckendes Frühstück auf dem Tisch. Experimentiert ruhig mit zusätzlichen Zutaten wie gerösteten Paprikastreifen aus dem Glas, Kichererbsen oder Spinat, die ihr einfach zur Tomatensauce hinzufügt.
Der perfekte Begleiter zur Shakshuka
Zur würzigen Shakshuka mit Feta empfiehlt sich ein fruchtiger Rosé aus der Provence, dessen leichte Frische die kräftigen Aromen des Gerichts ausbalanciert. Alternativ passt auch ein trockener Weißwein wie ein Sauvignon Blanc hervorragend, da seine Säure die Tomatensauce wunderbar ergänzt.
Für Nicht-Weinliebhaber ist ein frisch gepresster Orangensaft oder ein Minz-Tee eine ausgezeichnete Wahl, die das orientalische Flair des Frühstücks unterstreicht. Ein kräftiger türkischer Kaffee rundet das authentische Geschmackserlebnis perfekt ab.
Zusätzliche Info
Die Shakshuka hat ihre Wurzeln in der nordafrikanischen Küche, besonders in Tunesien und Libyen, wo ähnliche Gerichte seit Jahrhunderten zubereitet werden. Der Name stammt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie Mischung oder durcheinander, was die bunte Zusammenstellung der Zutaten perfekt beschreibt.
Über jüdische Einwanderer aus Nordafrika gelangte das Gericht nach Israel, wo es sich zu einem Nationalgericht entwickelte und heute in jedem Café und Restaurant auf der Speisekarte steht. In Israel wird Shakshuka traditionell zum Frühstück serviert, hat sich aber längst auch als Mittag- oder Abendessen etabliert.
Interessant ist, dass es in verschiedenen Regionen unterschiedliche Variationen gibt: In Tunesien wird oft Merguez-Wurst hinzugefügt, während in der türkischen Version Menemen die Eier mit den Tomaten verrührt werden. Die israelische Version mit Feta-Käse ist eine moderne Interpretation, die das Gericht noch cremiger und gehaltvoller macht.



