In der modernen Küche zählt jede Minute, und genau hier kommt diese blitzschnelle Tomatensauce ins Spiel. Während klassische Saucen oft stundenlang köcheln müssen, liefert diese Variante mit getrockneten Tomaten in nur zehn Minuten ein erstaunlich intensives Geschmackserlebnis. Die Geheimwaffe liegt in der Kombination aus sonnengetrockneten Tomaten und hochwertigen Dosentomaten, die zusammen eine cremige, sämige Konsistenz entwickeln. Diese Sauce hat sich in zahlreichen Testküchen bewährt und überzeugt durch ihre unkomplizierte Zubereitung ohne Kompromisse beim Geschmack. Perfekt für den Feierabend, wenn der Hunger groß und die Zeit knapp ist.
5
10
facile
€
Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Vorbereitung der getrockneten Tomaten
Nehmt die getrockneten Tomaten aus dem Glas und lasst das überschüssige Öl gut abtropfen. Legt sie auf ein Küchenpapier, damit sie nicht zu ölig bleiben. Schneidet die Tomaten dann in grobe Stücke, etwa zwei bis drei Zentimeter groß. Diese Größe ist wichtig, damit sie sich später gut pürieren lassen. Das Öl aus dem Glas könnt ihr übrigens aufbewahren, es eignet sich wunderbar zum Anbraten oder für Salate.
2. Anschwitzen der Tomatenbasis
Erhitzt das Olivenöl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze. Gebt das Tomatenmark hinzu und lasst es etwa eine Minute unter ständigem Rühren anrösten. Dieser Schritt ist entscheidend, denn durch das Anschwitzen (das kurze Erhitzen in Fett) entwickelt das Tomatenmark sein volles Aroma und verliert die rohe, leicht metallische Note. Die Farbe wird dabei etwas dunkler und intensiver.
3. Zugabe der Hauptzutaten
Fügt nun die gehackten Tomaten aus der Dose samt ihrer Flüssigkeit hinzu. Gebt sofort die geschnittenen getrockneten Tomaten dazu. Rührt alles gut durch, damit sich das Tomatenmark gleichmäßig verteilt. Die getrockneten Tomaten werden durch die Flüssigkeit der Dosentomaten wieder etwas weicher und geben ihr konzentriertes Aroma ab.
4. Würzen der sauce
Streut das Knoblauchpulver, den getrockneten Oregano und das getrocknete Basilikum über die Tomatenmischung. Fügt den Teelöffel Zucker hinzu, der die natürliche Säure der Tomaten ausgleicht und für eine harmonische Geschmacksbalance sorgt. Gebt eine Prise Chiliflocken dazu, wenn ihr eine leichte Schärfe mögt. Würzt mit Salz und schwarzem Pfeffer. Rührt alles gründlich um, damit sich die Gewürze gut verteilen.
5. Köcheln lassen
Lasst die Sauce nun bei mittlerer Hitze etwa fünf bis sechs Minuten köcheln. Dabei sollte sie leicht blubbern, aber nicht wild sprudeln. Rührt gelegentlich um, damit nichts am Boden ansetzt. In dieser Zeit reduziert die Flüssigkeit etwas und die Aromen verschmelzen miteinander. Die getrockneten Tomaten werden weicher und lassen sich gleich besser pürieren.
6. Pürieren für die sämige konsistenz
Nehmt den Stabmixer zur Hand und püriert die Sauce direkt in der Pfanne. Ihr könnt selbst entscheiden, wie fein die Sauce werden soll. Für eine rustikalere Variante püriert ihr nur kurz, sodass noch kleine Stückchen bleiben. Für eine ganz glatte, sämige Sauce püriert ihr etwa 30 bis 40 Sekunden lang, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind. Achtet darauf, den Stabmixer nicht zu hoch zu halten, damit nichts spritzt.
7. Finale abschmeckung
Kostet die Sauce und korrigiert die Würzung nach eurem Geschmack. Vielleicht braucht sie noch eine Prise Salz oder einen Hauch mehr Zucker. Manche mögen auch etwas mehr Chiliflocken für zusätzliche Schärfe. Lasst die Sauce noch ein bis zwei Minuten ohne Deckel köcheln, falls sie euch noch zu flüssig erscheint. Die perfekte Konsistenz habt ihr erreicht, wenn die Sauce vom Löffel fließt, aber nicht zu dünn ist.
8. Servieren
Eure blitzschnelle Tomatensauce ist nun fertig. Sie passt hervorragend zu jeder Pastasorte, kann aber auch als Basis für Pizza, als Dip oder als Sauce zu Fleisch und Gemüse verwendet werden. Wenn ihr sie zu Pasta serviert, mischt die abgetropften Nudeln direkt in der Pfanne mit der Sauce, damit sie sich gut verbinden. Ein Schuss Pastawasser macht die Sauce noch cremiger.
Tipp vom Chefkoch
Wenn ihr die sauce noch reichhaltiger machen möchtet, fügt am Ende einen esslöffel butter hinzu und rührt sie unter, bis sie geschmolzen ist. Das gibt der sauce einen seidigen glanz und eine samtige textur. Alternativ könnt ihr auch zwei esslöffel sahne oder crème fraîche einrühren. Die sauce lässt sich übrigens hervorragend auf vorrat zubereiten und hält sich im kühlschrank bis zu fünf tage in einem verschlossenen behälter. Ihr könnt sie auch portionsweise einfrieren und habt so immer eine schnelle basis für verschiedene gerichte parat. Beim aufwärmen einfach etwas wasser oder brühe zugeben, falls die sauce zu dick geworden ist.
Weinbegleitung zur tomatensauce
Zu dieser aromatischen Tomatensauce empfiehlt sich ein mittelschwerer italienischer Rotwein wie ein Chianti Classico oder ein Montepulciano d’Abruzzo. Die fruchtigen Noten und die moderate Säure dieser Weine harmonieren perfekt mit der intensiven Tomatenbasis und den mediterranen Kräutern. Wer einen Weißwein bevorzugt, greift zu einem Verdicchio oder einem trockenen Rosé aus der Provence. Diese Weine haben genug Struktur, um mit den kräftigen Aromen mitzuhalten, ohne die Sauce zu übertönen. Für eine alkoholfreie Alternative passt ein Tomatensaft mit einem spritzer zitrone oder ein kräftiger kräutertee mit basilikum.
Zusätzliche Info
Die verwendung von getrockneten tomaten in saucen ist keine moderne erfindung, sondern eine traditionelle methode aus süditalien. Dort wurden tomaten seit jahrhunderten in der sonne getrocknet, um sie haltbar zu machen und ihr aroma zu konzentrieren. Eine handvoll dieser pomodori secchi reicht aus, um einer sauce eine tiefe, fast fleischige umami-note zu verleihen. Der begriff umami bezeichnet den fünften geschmackssinn neben süß, sauer, salzig und bitter und beschreibt einen herzhaften, würzigen geschmack. In der modernen küche haben sich getrocknete tomaten als echte geheimwaffe etabliert, weil sie ganzjährig verfügbar sind und geschmacklich oft intensiver schmecken als frische tomaten außerhalb der saison. Diese blitzsauce vereint das beste aus zwei welten: die praktikabilität von konserven mit der geschmacksintensität traditionell konservierter zutaten.



